• InUganda

    Rhino Camp Settlement 21.09.

    Straßen, die ich nie als Straße erkannt hätte. Menschen die fünf Kilo Säcke Soghun und Kanister gefüllt mit Wasser auf ihren Köpfen, Fahrrädern und Motorrädern transportieren. Und immer wieder kleine Siedlungen, einzelne Häuschen im Mitten einer Landschaft, die sich nicht zwischen Wüste und Wald entscheiden kann.  

    Der Fahrer hat ein ordentliches Tempo drauf, die Männer im hinteren Teil des Wagens unterhalten sich laut in Lugbara, ich versteh kein Wort. Mitten auf der Straße liegt ein halber LKW, die zweite Hälfte sehen wir hinter der Kurve liegen. Immer weiter fahren wir auf der Strecke, ich bin froh, als wir nach über einer Stunde im ersten Dorf ankommen. Als ich aussteige kommen die üblichen „Muzungu, Muzungu!“ Rufe, ich werde zu einem Stuhl geführt irgendjemand holt einen Hocker für mich. Gemeinsam mit einem regionalen Radiosender wird regelmäßig ein Dialog ermöglicht, heute geht es um das Thema Schule. Die Bewohner von Simbili stören sich daran, dass die Grundschule 3 km entfernt ist und es dort kein Essen gibt, ein Mitarbeiter der NGO Windle Trust die dafür zuständig ist erklärt, dass es in Uganda gesetzlich vorgeschrieben ist das die Schule im Umfeld von 4 km liegen muss, darum sind die 3 km Weg in Ordnung. Und Essen gäbe es in Uganda sowieso nur in Schulen in der Karamoja Region, sie sollen den Kindern doch bitte Essen mitgeben. Nicht alle haben Verständnis für diese Aussagen, aber es wird akzeptiert. Auch zu hohe Schulgelder und die Schwierigkeiten eine Secondary School zu besuchen kommen zur Sprache, ein Mitarbeiter des Büro vom Primaminister antwortet. Nach etwas über einer Stunde sind wir fertig, ein Mitglied des Dorfes steht auf und fragt nach meinem Namen. Es wird zusammengeräumt, einige Kinder folgen mir mit Abstand. Ältere Frauen kommen zu mir, schütteln meine Hand und fragen auf Lugbara wie es mir geht. Sie strahlen als ich die einzigen beiden Wörter Lugbara anwende die ich kann, „Ma Muke, Awodifo“.

    Inzwischen ist es Mittag, wir setzen uns ins Auto. Es geht weiter zum nächsten Dorf.

    Moseka Missiana war eine der Teilnehmerinnen des Radio Dialoge, sie erzählte mir das sie aus dem Kongo stammt und fragte ob sie mich fotografieren darf.

    Ocea B liegt direkt am Zentrum des Rhino Camp Settlement, allein aus dem Süd Sudan beläuft sich die Zahl der dort lebenden Flüchtlinge auf Rund 40.000. Als wir ankommen befinden sich fast ausschließlich Kinder in der Siedlung, es wurde noch nichts aufgebaut und unsere Kontaktperson nicht zu erreichen. Kurzerhand gehen mein Kollege und ich auf Suche, schnell finden wir eine junge Frau die Englisch spricht und uns nach Ocea A schickt, die Siedlung auf der anderen Straßenseite. Am Versammlungspunkt dort trifft mein Kollege einen Jungen, der weiß wo unsere Kontaktperson ist, er macht sich auf den Weg um ihn zu holen. In der Zwischenzeit gehen wir Mittagessen, hinter einer kleinen Lehmhütte kochen einige Frauen Essen in unglaublichen Mengen. An einem Tisch sitzen Mitarbeiter verschiedenster NGO’s und Ministerien. Wir setzen uns dazu, es gibt Reis und Süßkartoffeln. Als wir nach dem Essen zurück zum Versammlungsplatz kommen wurden Stühle aufgebaut, es sind einige Erwachsene da, überwiegend Männer. Außerdem sind überall Kinder. Wie eigentlich immer. Jemand erklärt uns das es heute Lebensmittel gibt, darum währen die meisten die alt genug sind bei der Ausgabe und könnten nicht kommen. Die Lebensmittelausgabe ist auch das Thema für die Diskussion.  Es wird sich über die Menge beschwert, darüber das es kein Öl mehr gibt sondern nur noch Soghun und Bohnen. Außerdem scheinen einige keine Lebensmittel zu erhalten, sie sagen es läge daran das ihre Namen nicht auf den Listen stehen.  Der Mitarbeiter des Büro vom Prime Minister erklärt, dass es dieses Jahr mehr Flüchtlinge gekommen sind als erwartet wurden, dass die Lebensmittel bis Dezember für alle reichen müssen. Er führt weiter aus das auch in der Regionalen Bevölkerung viele nicht genug haben. Er erfährt kein Verständnis. Die Menschen haben Hunger. Nach einer Stunde ist es auch hier vorbei. Keine der beiden Seiten ist richtig zufrieden. Die Kinder fragen ob ich sie fotografieren kann, ich mache Fotos alle posen. Eine Frau kommt auf mich zu, fragt ob sie ein Foto von mir machen darf. Wir fotografieren uns gegenseitig. Sie entschuldigt sich für ihr schlechtes Englisch, das aber genauso ist wie das aller, und berichtet das sie aus dem Kongo stammt und zeigt mir ihre Kinder.  Wir sitzen wieder im Auto. Zwei Stunden geht es über die Buckelpiste zurück, ich bin müde und lass mir den Tag nochmal durch den Kopf gehen. Erinnere mich an die Häuser aus weißen Planen und die Menschenmasse an der Lebensmittelausgabe. Die Straße wird immer leerer je weiter wir uns vom Zentrum des Camps entfernen. 

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  • InStudies

    {5 Tipps} Motiviert lernen. Aber richtig.

    Im April schreibe ich meine Abiturprüfungen. Genau wie über 400.000 andere SchülerInnen in Deutschland. Während ich jedoch vor drei Jahren bereits meinen Realschulabschluss mit ekelig, langen Prüfungen geschrieben habe, sind das für die meisten die ersten Prüfungen. 
     
    Da ist das mit der Vorbereitung schon so ein bisschen tricky wenn man es vorher noch nie gemacht hat. Ein Patentrezept habe ich dafür auch nicht, schließlich lernt jeder individuell, aber ich kann euch Wege aufzeigen. 
     
    Wann ihr anfangt mit dem lernen und vorbereiten müsst ihr individuell entscheiden. Es hängt davon ab ob ihr davor eventuell noch eine reguläre Klausurenphase habt, wie schnell ihr allgemein lernt und  ob ihr lieber intensiv direkt davor lernt oder euch langfristig den Stoff näher bringt. 

    Leider gehöre ich, wie viele andere auch, zu der Kategorie Menschen die eine Medaille für Prokrastination verdienen, sich erst in aller letzter Sekunde hinsetzen und tatsächlich was tun. 
    Darum habe ich hier mal meine liebsten Tricks um doch an ein bisschen Motivation zu kommen gesammelt. 

    1. Struktur erstellen

        Da ich meine Zeit mit allem Verbringe aber nicht mit lernen habe ich verschiedenste Strategien erlernt alles außer lernen zu tun. Da gegen hilft es mir eine Struktur zu haben die ich in der Regel einfach abarbeiten kann. Darum sehen alle meine Lernzettel optisch gleich aus wenn keiner auf den Inhalt guckt. Aber wenn ihr einmal eine solche Struktur besitzt, dann müsst ihr euch die nächsten zehn Male die Mühe nicht machen. 

    2. Motivierende Botschaften aufhängen 

      Über meinem Schreibtisch hängt eine Pinnwand. Da hab ich auf der einen Hälfte wichtigen Zettelkram dran. Aber viel wichtiger ist die zweite Hälfte. Auf der sammle ich motivierende Postkarten. Die gibt es eigentlich überall, im Buchladen um die Ecke, im Dekaden und manchmal als Alternativ kann man sich auch sowas einfach selber ausdrucken. Auf Pinterest habe ich für euch eine Pinnwand mit lauter motivierenden Sprüchen zusammengestellt. Und am Ende des Post könnt ihr euch einen Handywallpaper downloaden der mich im Moment motiviert.  

    3. Schönes Arbeitsmaterial

      Mathe kann ich nicht ausstehen. Es macht mir einfach keinen Spaß. Aber mein neuer pinker Taschenrechner, der ist schön. Und ich, die schon Lebensmittel nach Verpackungen beurteilt, fluche zwar immer noch über x,y und sämtliche Ergebnismengen aber erfreue mich am pinken Taschenrechner. Und auch bei meinem Ordner habe ich lieber einen Euro mehr ausgegeben und statt einem der uniform grau ist das optisch ansprechendere Modell gekauft. Das gilt übrigens auch für andere Schreibwaren, ruhig mal 3€ für einen schönen Kugelschreiber ausgeben als immer nur die Gratisdinger zu nehmen, dann macht das schreiben gleich viel mehr Spaß. 

    4. Zusammen lernen und raus gehen

    Eigentlich wolltet ihr den Lernzettel erstellen, aber irgendwie hängt ihr schon wieder bei Facebook? Wie es auch beim Sport gilt, sucht euch einen Partner. Es gibt bestimmt jemanden der das gleiche lernen will und sich mit euch zum lernen trifft. Und zu zweit ist es doch leichter einen Anfang zu finden. Trefft euch in neutraler Umgebung, lad ich mir eine Klassenkameradin zum lernen nach Hause ein bleiben wir vermutlich beim Kaffe hängen. Aber in der Bibliothek gibt es Räume in denen man sich zum lernen und arbeiten treffen kann. Hier ist es überaus schwer etwas anderes zu tun als den mitgebrachten Stoff durch zu gehen.  Das gilt aber auch beim alleine lernen, warum nicht ins schöne Café am Eck setzen oder in die Bibliothek gehen?  Wahrscheinlich schafft ihr an einem Nachmittag da mehr als am ganzen Wochenende zu Hause.

    5. Belohnen

    Es gibt nichts wichtigeres als sich für den Erfolg auch zu belohnen. Und wie wir wissen, zwischen dem Erlebnis und der Belohnung soll kein allzu langer Zeitraum liegen. Darum, ihr habt den ganzen Nachmittag erfolgreich gelernt? Dann belohnt euch mit etwas süßen oder holt euch die unverschämt teure aber tolle Zeitschrift. Denn bis die gute Note vor einem liegt werden wohl noch ein paar Tage vergehen.

        Und den motivierenden Wallpaper den ich gestaltet habe könnt ihr euch hier downloaden. 

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  • InFood, Vegan

    {Dinner Dienstag} Süßkartoffelpommes mit Guacamole Dip

    Süßkartoffelpommes
     
    2-3 Süßkartoffeln
    8 EL Speisestärke
    6 EL Wasser
    Paprikagewürz
    1 Zweig Rosmarin
    etwas Salz und Pfeffer
    Sonnenblumenöl
     
    1. Süßkartoffeln schälen, waschen und in etwa 1 cm breite Stifte schneiden.
     
    2. Die Panade vorbereiten, dafür Speisestärke mit Wasser zu einer milchigen Flüssigkeit verrühren, Rosmarin reinzupfen und restliche Gewürze unterrühren.
     
    3. Einen Topf etwa eine halb Hand hoch mit Sonnenblumenöl füllen, dieses auf ca. 200°C erhitzen. Nun die panierten Süßkartoffelstäbe für ein paar Minuten im Öl schwimmen lassen bis diese knusprig braun sind.
     
    4. Pommes abtropfen lassen, anschließend heiß genießen.
     
    Guacamole Dip
     
    eine Avocado
    2-3 Cocktailtomaten
    ein EL Frischkäse
    etwas Salz und Pfeffer
     
    1. Avocado klein schneiden, mit einer Gabel zermatschen.
     
    2. Die Tomaten in kleine Würfel schneiden, bei der Avocado unterrühren.
     
    3. Den Frischkäse hinzugeben, alles zu einer gleichmässigen Masse verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
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  • InFood, Vegan

    Vegan Christmas Cookies

    Als die beiden lieben Mädels von ich-mags vor einigen Wochen zum #BreBloAdvent aufgerufen haben, hatte ich direkt dieses Rezept im Kopf das ich schon länger mit euch teilen möchte. Jedes Adventswochenende gab es beim #BreBloAdvent weihnachtliche Blogbeiträge. Morgen gibt es dann Glühwein bei Jessica von Bimmelbommelei und Last Minute Weihnachtsgeschenke bei Wendy und Elli von ich mags persönlich. Schaut ruhig mal rein.

    Der vierte Advent steht an und ob man will oder nicht, die Weihnachtsstimmung holt jetzt auch den letzen Grinch ein. Und was ist bitte weihnachtlicher als gemütliches Plätzchen backen mit schöner Adventsmusik im Hintergrund? Dafür zeige ich euch heute ein einfaches, veganes Keksrezept. Vor einigen Jahren habe ich angefangen soviel Kekse zu backen das ich sie ständig überall mitgenommen habe.  Nur leider konnten nicht alle die Kekse genießen, in meinem Umfeld strotzt es nur so vor Menschen die sich vegan ernähren.  Das umwandeln in ein veganes Rezept war gar nicht so schwer, und weil es so lecker ist zeig ich es euch heute mal.

    Zutaten: 

    • 550g Mehl
    • 250g Margarine 
    • 7 EL Agavendicksaft
    • Ei – Ersatz für 2 Eier, z.B. Soja Mehl
    • 1 Tütchen Backpulver
    • 2 Tütchen Vanillezucker 
    • 4 EL Marmelade    

    1. Alle Zutaten verkneten so das eine glatte Masse entsteht. Manchmal ist der Teig etwas trocken, dann gebe ich noch Marmelade dazu. Wenn er zu klebrig ist einfach ein bisschen mehr Mehl dazu geben.   

    2. Den Teig etwa einen halben Zentimeter dick ausrollen und munter Plätzchen ausstechen, diese werden dann bei 180° Umluft für ca. 10 min gebacken. Danach müssen sie noch etwas auskühlen und fest werden.   

    3. Jetzt können sie nach belieben verziert werden. Zuckerguss ist hier meine Wahl, da der Teig selber nicht so zuckerig ist wie andere Kekse bietet es sich an diese mit Zuckerguss zu überziehen.

    Voilá, schon fertig.  Ich wünsche euch schöne Feiertage und lasst es euch schmecken 😉

    Und was sind eure liebsten Weihnachtskekse?  Gibt es bei eich Familienrezepte oder lieber zuverlässig von Chefkoch?   

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  • InFashion

    Winter Wunderland – 25.01.

    Gestern morgen hatte ich den ersten Schnee seit letztem Winter. Das kleine Kind in mir hätte sich gar nicht mehr freuen können, und die Bloggerin in mir hat den Schrei nach Schneefotos nicht unterdrücken können. Also, schnell die Kamera geschnappt und los geknipst.

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  • InTravel

    Missing Turkey – 17.11.

    Es fühlt sich absolut falsch an, mit einem heißen Kakao in der Hand die Bilder aus der Türkei zu sortieren. Gut eine Woche bin ich schon wieder in Deutschland. So schnell wie mich der Alltag wieder im Griff hatte, konnte ich gar nicht gucken. Also, lasst noch ein letztes Mal so tun als wäre Sommer. 

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  • InFashion

    City Girl – 15.10.

    Hier hatte ich euch ja schon davon berichtet das ich mir für diesen Herbst unbedingt Chelsea Boots zulegen wollte. Und es wird niemanden groß überraschen das ich dies in den letzen Wochen getan habe. Nachdem ich lange über die Farbwahl gegrübelt habe wurden es dann schwarze, schlichte Boots.

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